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Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung als Berufskrankheit

Thema von Bernd Lengsfeld vom 08.06.2017.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ein paar Worte zu meiner Person,
ich habe von 1979 bis 1981 meinen Grundwehrdienst bei der NVA, als Funkmessmechaniker an den Radaranlagen K-66, P-12, P-15, PRW-13, PRW-16, P-18, P-37 und P-14F geleistet.
Dabei war ich der ionisierten Strahlung ausgesetzt.
10 Jahre später bekam ich Hodenkrebs, später Herzinfarkt, Autoimmunkrankheiten, auf Grund dessen psychische Erkrankungen usw.
Bin nun mit 58 Jahren vom Arbeitgeber krankheitsbedingt gekündigt und habe einen Rentenantrag gestellt.
Eine Klage in erster Instanz vor dem Sozialgericht in Cottbus scheiterte.
Ich bin nun in Berufung gegangen vor das Landessozialgericht in Potsdam.
Als erstes habe ich einen Tätigkeitsbericht geschrieben, der belegt was ich damals für Arbeiten ausgeführt habe und an welchen Anlagen.
Nun weiss ich nicht welche Schritte ich in Folge unternehmen muss.
Bin für jeden Tipp dankbar.

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Beiträge zum Thema

 

Mein bisheriger Kampf um die Anerkennung einer Berufskrankheit!

Bernd Lengsfeld am 15.06.2017

Hallo,
ich möchte meine bisherigen Erfahrungen im Kampf um die Anerkennung meiner Krebserkrankung als Wehrdienstbeschädigung und in Folge als Berufskrankheit aufzeigen.
Zuerst habe ich bei der Wehrbereichsverwaltung Ost eine Kopie meiner Wehrstammkarte angefordert, welche nach einer gewissen Bearbeitungszeit zugeschickt wurde.
Diese Karte und mein Wehrdienstausweis legen dar, dass ich in der Zeit vom 01.11.1979 bis 29.04.1981 meinen Wehrdienst in der NVA als Funkmessmechaniker und Militärkraftfahrer in Sprötau bei Sömmerda geleistet habe.
Um zu beweisen, das ich zu DDR- Zeiten brav meine SV- Beiträge gezahlt habe, ist der gute alte SV- Ausweis sehr hilfreich.
Dann habe ich am 29.03.2011 an die Unfallkasse des Bundes Antrag gestellt, um Anerkennung einer Berufskrankheit zu erreichen.
Dieser wurde mit Ablehnungsbescheid vom 13.05.2011 abgelehnt.
Dagegen habe ich am 19.05.2011 Widerspruch erhoben.
Mit Widerspruchsbescheid vom 06.09.2012 wurde auch dieser zurück gewiesen.
Im Anschluß dessen reichte ich am 08.10.2012 Klage gegen die Unfallkasse beim Sozialgericht Cottbus ein.
Nach einer kurzen Bearbeitungszeit von 5 Jahren kam es zur Verhandlung, unter fadenscheinigen Begründungen wurde die Klage mit Urteil vom 20.09.2016 vom Sozialgericht Cottbus abgewiesen.
Gegen dieses Urteil habe ich nun Berufung beim Landessozialgericht in Potsdam eingelegt.
Ich werde die Hoffnung nicht verlieren, aber um das durchzustehen, brauche ich Hilfe.

Bernd Lengsfeld

 

Was hast Du bisher unternommen?

nva-radar.de am 09.06.2017

Hallo Bernd,
danke für Deine Anfrage.
Natürlich erhältst Du Unterstützung bei der Durchsetzung Deiner Rechte. Es kann aber keine Rechtsberatung geleistet werden.
Von hier werden Erfahrungswerte im Umgang mit vergleichbaren Fällen weitergegeben.
Dazu müsste man in Deinem Fall wissen, was Du bei wem beantragt hast, wie dessen Entscheidung ausgegangen ist, gegen wen Du schließlich Klage erhoben hast und wie das Sozialgericht in Deiner Sache letztendlich entschieden hat?
Deine Berufung beim Landessozialgericht richtet sich gegen das erstinstanzliche Urteil und insofern ist es wichtig zu wissen, womit Deinem Rechtsbegehren entgegen getreten worden ist?
Bitte berichte doch kurz dazu, damit man sich ein umfassendes Bild machen kann.
Gruß nva-radar.de

 

 

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